How much you’re gonna risk?

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RISIKO - Freund oder Feind?

Wieviel sollten wir wagen im Leben, um zu gewinnen, ohne zu verlieren ? Bist du risikofreudig oder hast du ein hohes Sicherheitsbedürfnis? Ist dir der Spatz in der Hand lieber als die Taube auf dem Dach oder denkst du öfter: „Wer wagt gewinnt“? Wir Menschen sehnen uns sowohl nach Sicherheit als auch nach Risiko.

Es gibt Zeiten, in denen möchten wir einfach, dass alles sicher für uns ist, wir wollen keine unliebsamen, eventuell gefahrvollen Überraschungen. Vielleicht brauchen wir gerade Zeit, um uns auszuruhen. Dann wieder wollen wir uns so richtig lebendig fühlen. Alles was neu ist, birgt ein gewisses Risiko in sich. Dadurch werden wir wach und aufmerksam – vielleicht müssen wir schnell reagieren… Schläfrigkeit können wir uns dabei nicht leisten. In der Wirtschaft wird der Mut zum Risiko belohnt: Je unsicherer eine Anlage, desto höher die Rendite. Viel Gewinn ist möglich, aber eben auch ein Totalverlust.

Gewisse Risiken einzugehen, gehört ebenso zu einem erfolgreichen Leben wie ein solides Fundament zu erschaffen. Wenn wir das Risiko immer wieder nur um seiner selbst willen eingehen, degradieren wir uns zu seinem ziellosen Sklaven, wir werden zu Erlebnis- und Adrenalinjunkies. Wenn wir jedes Risiko scheuen, sind wir nicht viel besser. Wir sind dann wie ängstliche Knechte, die sich nicht befreien, sondern verstecken. Indem wir lernen Risiken einzuschätzen und jene einzugehen, die lohnenswert für uns sind, werden wir zu Herren der Lage. Das ist keine Garantie auf sofortigen Erfolg, aber es ist eine erfolgreiche Langzeitstrategie.

 

Ohne kalkulierte Risiken zur richtigen Zeit kommen wir nicht voran!

Macht Sicherheit risikoscheu?

Wir leben heute im historischen Vergleich in einer sehr sicheren Gesellschaft. Betrachten wir nur den Bereich Rechtssicherheit und dabei als einfaches Beispiel das Recht auf Eigentum: Wenn wir uns etwas erarbeiten, dann besteht für uns nicht das Risiko, unseren Besitz durch die Willkür eines absolutistischen Herrschers oder einer Partei wieder zu verlieren. Wir sind auch recht gut vor Naturgewalten und Raubtieren geschützt. Wir müssen nicht das Risiko eingehen, beim Wasserholen von einem wilden Tier attackiert zu werden. Das Wasser kommt aus der Leitung und die staatliche Hygienebehörde kümmert sich darum, dass das Wasser sauber ist. Wir sterben heute z.B. in Europa nicht mehr an Ruhr wegen verseuchtem Wasser. Wir sind kranken- und arbeitslosenversichert.

Trotzdem quälen uns oft viele Zukunftsängste. Warum eigentlich? Wir genießen einerseits ein hohes Maß an Sicherheit und andererseits wissen wir genau, dass ein völlig risikofreies Leben schlichtweg nicht möglich ist. Warum fällt es uns so schwer, Risiken zu akzeptieren?

Nach meiner Erfahrung gibt es dafür verschiedene Gründe. Zu den wichtigsten zähle ich:

1: Wir wünschen uns tief im Inneren absolute Sicherheit und haben noch nicht akzeptiert, dass es diese nicht gibt.

2: Wir fühlen uns weit weniger sicher als wir es im historischen, oder geopolitischen Vergleich sind. Weil wir so selten richtig großen Gefahren ausgesetzt sind, überbewerten wir kleine Risiken.

3: Wir bewerten etwas auf Grund von Unwissenheit als sehr risikoreich. Dabei ist oft die Sache an sich nicht risikoreich, wir haben nur zu wenig Wissen. Wir können etwas nicht einschätzen, deshalb erscheint uns die Sache gefährlich. Wir bewerten nicht die Sache, wir nehmen unsere Angst als Maßstab.

• Wir brauchen ein gewisses Maß an Sicherheit, um den Mut aufzubringen, kalkulierte Risiken einzugehen.

• Sind wir überbehütet, dann blockieren wir uns selbst. Jedes kleine Risiko erscheint uns als echte Gefahr.

• Unwissenheit führt dazu, dass wir Risiken falsch einschätzen.

 

Nun aber zu unserer Eingangsfrage...

Wieviel sollen wir nun wagen im Leben, um zu gewinnen, ohne zu verlieren? Sie wissen es so gut wie ich: Es gibt kein Leben ohne Verlust. Verlust kann durchaus etwas Positives sein, nur bezeichnen wir den Verlust dann anders. Wir sagen z. B. „Ich habe einen tollen Partner gefunden.“ Wir sagen nicht „Ich habe mein Single-Leben verloren.“ Verluste einmal aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten, hilft uns, die Scheu vor diesem Thema abzubauen. Zum Abschluss also eine kleine aber feine Übung, um gleich in medias res zu gehen:

Try this:

Finde 3 Beispiele aus deinem Leben, bei denen du etwas verloren hast, der Verlust sich aber als Gewinn entpuppte. In der Box findest du noch etwas Inspiration als Einstiegshilfe...

 
  • Einkaufszettel verloren, anders eingekauft und unverhofft gut zu Abend gegessen - lauter neue Dinge
  • Eine Freundschaft verloren, Selbstachtung und Respekt gewonnen
  • Fiese Darmgrippe gehabt, fünf Kilo verloren, danach Ernährung umgestellt und schließlich Bikinifigur gewonnen
  • Job verloren, Auszeit gehabt, Ausbildungsförderung und neue Lebensziele gewonnen
      • Keinen Platz im Surfkurs erhalten, erstmal enttäuscht gewesen. Schnell andere, günstigere Surfschule gefunden, inklusive Surflehren mit hohem Sympathie- und Wohlfühlfaktor
        • ...
 

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